Aktuell

 

Ewige Eucharistische Anbetung in St. Clemens

Seit dem 1. Mai, dem Hochfest Christi Himmelfahrt, ist St. Clemens ein Ort ewiger, 24-stündiger eucharistische Anbetung. Rund um die Uhr sind Mitglieder unseres Anbetungsteams im Gebetsdienst vor Ort. Wir möchten Sie einladen, mit uns zusammen in der geheimnisvollen Gegenwart Christi unter uns zu verweilen.

Gedanken und Reflektionen zur eucharistischen Gegenwart des Herrn

Der Alltag in einer Großstadt wie Berlin ist oft hektisch und laut. Wir möchten Sie einladen, bei uns einzukehren, in der realen Gegenwart des barmherzigen Jesus auszuruhen, Frieden und Heilung zu finden und Ihm auf ganz besondere und geheimnisvolle Weise zu begegnen. Lassen Sie sich von Gott und seiner barmherzigen Liebe berühren. Lauschen Sie auf Seine Stimme. Lassen Sie sich von Ihm an der Hand nehmen. Schenken Sie Ihm Ihr Vertrauen. Er schenkt Ihnen das ewige Leben. Wir laden Sie ein, zusammen mit uns Jesus kennenzulernen, im gemeinsamen Gebet, im Lobpreis, in der Anbetung, im Wort. Er ist in dieser Kirche gegenwärtig. Lassen Sie sich von Ihm berühren.

In Seiner Gegenwart

"Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen." (Matt 1:28)

Die Gegenwart des eucharistischen Herrn wird uns verändern. Er wandelt uns um, Schritt für Schritt in Sein eigenes Abbild. Öffnen wir unser Herz. In der Anbetung erfahren wir Segen, Gnaden und innere Heilung.

Zu den Füßen des Herrn sitzen.

"Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden." (Luk 10:39)

Oft laufen wir wie Marta hektisch und ruhelos  durch unser Leben. Unsere Tage sind durch Aktion geprägt. Maria aber sitzt zu den Füßen des Herrn und lauscht Seinen Worten. Jesus sag uns:"Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden." Sitzen auch wir zu den Füßen des Herren und lauschen Seinen Worten mit den Ohren unseres Herzens. Schauen wir Ihn an, mit den Augen unseres Herzens. Das allein ist notwendig. Denn wir sehen nur dem Herzen gut.

 

"Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Matt 28:20)

"Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." (Heb 13:8) Er hat uns zugesagt, immer in unserer Mitte zu sein. Und weil wir nicht nur geistige sondern auch körperliche Wesen sind, also Menschen aus Fleisch und Blut,  ist Er nicht nur geistig sondern auch körperlich bei uns, nicht nur symbolisch, sondern ganz real. In den geheimnisvollen Gestalten von Brot und Wein, seinem Leib und seinem Blut.

"Das ist mein Leib"

"Dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib" (Mat 26:26)

Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. (Mat 26:28)

Das Geheimnis der Euchrsistie ist so groß, dass es von menschlichem Verstand nicht zu durchdringen ist. Der Heilige Kirchenvater und Kirchenlehrer Johannes Chrysostomos hat das Geheimnis der Heiligsten Eucharistie in wunderbarer Weise ausgedrückt:

"Laßt uns nicht auf die natürlichen Dinge schauen, die vor uns stehen, sondern behalten wir immer seine Worte im Gedächtnis. Denn sein Wort kann niemals täuschen, unsere Sinne aber können leicht getäuscht werden. Sein Wort hat immer Bestand, aber die Wahrnehmungen unserer Sinne gehen oft in die Irre.

Und weil Christus in seinem Wort sagt, “Das ist mein Leib“, lasst uns überzeugt sein und voll Glauben und Ihn mit den Augen unseres Glaubens erkennen. Denn Christus hat uns nichts mit den Händen fühlbares geschenkt, sondern etwas geistiges, das wir im Glauben erkennen, wenngleich in fühlbarer, körperlicher Gestalt.

So ist es auch mit dem Geschenk der Taufe: die Gabe wird uns durch einen fühlbaren, körperlichen Gegenstand, nämlich Wasser, gespendet, aber das, was geschieht, nämlich die Geburt und die Erneuerung, wird im Glauben erkannt. Denn wenn wir rein geistige Wesen wären und keinen Körper hätten, dann würde der Herr uns die geistigen Gaben in rein geistiger, unverhüllter Form schenken. Aber weil unsere Seele in einem Körper eingeschlossen ist, spendet Er Dir die Gaben, die der Glauben erkennt, durch Dinge, die Du fühlen und spüren kannst.

Wie viele von uns sagen jetzt: „Ich würde so gerne seine Gestalt sehen, die Male seiner Wunden, seine Kleider, seine Schuhe.“ Aber schau doch nur hin! Du siehst Ihn ja, du berührst ihn ja, Du ißt Ihn sogar. Du wünscht Dir, seine Kleider zu sehen. Aber Er, Dein Herr, schenkt sich Dir selbst, so dass Du ihn nicht bloß sehen sondern ihn mit Deinem Mund berühren, ihn essen und Ihn in Deinem Innern empfangen darfst.“  Nach dem Heiligen Johannes Chrysostomos ( 4 Jh. n. Chr.), 82. Homilie zum Evangelium nach Matthäus, 4.

Eucharistie und Barmherzigkeit

Die Verehrung des Leibes Christi und die Barmherzigkeit gegenüber den Menschen, mit denen wir täglich umgehen, sind untrennbar miteinander verknüpft. Das ist in den berühmten Worten des Heiligen Johannes Chrysostomos ausgedrückt, der schreibt:

"Willst Du den Leib Christi ehren? Dann geh nicht an ihm vorüber, wenn du ihn nackt siehst. Ehre den Herrn nicht im Haus der Kirche mit seidenen Gewändern, während du dich draußen auf der Straße nicht um ihn kümmerst, wo er vor Kälte und Blöße zugrunde geht! Derselbe, der da gesagt hat: "Dies ist Mein Leib", und durch das Wort die Tatsache bekräftigte, derselbe hat auch gesagt: "Ihr habt mich hungern gesehen, und habt mich nicht genährt", und: "Was ihr einem, von diesen geringsten nicht getan habt, habt ihr auch Mir nicht getan". … Gott braucht nicht goldenen Geräte, sondern goldene Herzen. Ich sage das nicht, als wollte ich verhindern, dass jemand solche Weihegaben stiftet. Aber ich verlange, dass ihr zugleich mit ihnen und noch vor ihnen Almosen gebt. ... Was nützt es, wenn der Tisch Christi mit goldenen Kelchen überladen ist, er selbst aber vor Hunger zugrunde geht? Sättige zuerst ihn, der hungert, dann erst schmücke seinen Tisch von dem, was übrig ist.“ (Chrysostomus, Kommentar zum Evangelium des hl. Matthäus, Fünfzigste Homilie. Kap. XIV, V.23-36.)

Diesen Weg der Barmherzigkeit ist Mutter Theresa von Kalkutta mit großer Liebe gegangen. Ihre Kraft für ihren Dienst an den Armen schöpfe sie aus der Eucharistie:

"Wir brauchen die Eucharistie, wir brauchen Jesus, um unseren Glauben zu vertiefen. Wenn wir Jesus in der Gestalt des Brotes sehen können, können wir ihn in den geschundenen Leibern der Armen sehen. Darum brauchen wir das Einsein mit Christus, brauchen wir den tiefen Glauben an Christus. Es ist sehr schön. Wenn wir diese sich vertiefende Verbindung mit Christus besitzen und ihn voll annehmen, können wir die geschundenen Leiber der Armen berühren. Man findet Kraft und Nahrung in der Eucharistie, und wenn man gestärkt ist, will man diese Kraft nutzen, sie ausgeben. Unser Leben ist verflochten mit Jesus Christus in der Eucharistie wie auch mit dem Glauben und der Liebe, die uns die Eucharistie schenkt. Sie macht uns fähig, ihn in der niedergedrückten Gestalt des Armen zu erkennen. Und so gibt es eine Liebe zu Jesus, wie es nur eine Person im Armen gibt, nämlich Jesus.“

"Das eucharistische Opfer ist die geistliche Nahrung, die mich am Leben erhält. Ohne sie könnte ich keinen einzigen Tag, ja keine Stunde meines Lebens überstehen. In der heiligen Eucharistie empfangen wir Christus in der Gestalt des Brotes. In den Slums sehen und berühren wir Christus in den ausgezehrten Leibern und in den im Stich gelassenen Kindern.“

Und Pater Werenfried van Straaten, der Gründer des Hilfswerkes Kirche in Not schreibt:

"In der heiligen Eucharistie empfangen wir Christus in der Gestalt von Brot und Wein. In den Armen, denen wir begegnen, empfangen wir ihn in der Gestalt von Fleisch und Blut. Es ist derselbe Christus. Beim Jüngsten Gericht wird er sagen: Ich war hungrig, nackt und krank, ich war obdachlos und im Gefängnis . . . Er wird uns nicht kennen, wenn wir ihn nicht erkannt haben in den Unterernährten und Nackten, in den Kranken, Flüchtlingen, Obdachlosen, Verfolgten und Gefangenen. Sie warten auf unsere Liebe. In ihnen wartet Christus."

"Ich bin das Brot des Lebens."

 "Ich bin das Brot des Lebens.

Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. 

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. 

Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte." (Joh 6:47-59)

Papst Johannes Paul II zur Heiligen Eucharistie

„Die Kirche und die Welt haben die Verehrung der Eucharistie sehr nötig. In diesem Sakrament der Liebe wartet Jesus selbst auf uns. Keine Zeit sei uns dafür zu schade, um ihm dort zu begegnen: in der Anbetung, in einer Kontemplation voller Glauben, bereit, die große Schuld und alles Unrecht der Welt zu sühnen. Unsere Anbetung sollte nie aufhören“ (Johannes Paul II., Brief „Dominicæ cenæ“ 3

Weiterführende Links:

Initiative des Heiligen Stuhles zur Förderung der kontinuierlichen eucharistischen Anbetung in den Bistümern

Papst Bendikt XVI. - Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum Caritatis

Papst Johannes Paul II - Das Jahr der Eucharistie

Papst Johannes Paul II - Enzyklica Ecclesia de Eucharistia

Papst Johannes Paul II - Apostolisches Schreiben Mane Nobiscum Domine

Papst Paul VI, Enzyklika Mysterium fidei (Das Geheimnis des Glaubens)

Bischofssynode: Die Eucharistie: Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche

Katechese zur Heiligen Eucharistie

Die Theologie der Kirche zur Heiligen Eucharistie

Die Kirchenväter zur Eucharistie - Hl. Johannes Chrysotomos

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