|
| |
3. Mittwoch im Monat |
11:00 - 12:30 Uhr |
| |
2. und 4. Mittwoch im Monat |
16:30 - 18:00 Uhr |
"Heute empfehle ich Euch ein ungewöhnliches
Buch zur Lektüre. Ungewöhnlich ist es
von seinem Inhalt und auch von der Weise seiner
Entstehung her. Von dieser seiner Entstehung
möchte ich ein wenig erzählen, weil dann
zugleich deutlich wird, worin das Besondere dieses
Buches liegt. Es ist sozusagen aus einem anderen
Werk heraus entstanden, dessen Werden in die
achtziger Jahre zurückreicht. Es war eine
für die Kirche wie für die
Weltgesellschaft schwierige Zeit, in der neue
Orientierungen nötig wurden, um den Weg in
die Zukunft zu finden. Nach dem Zweiten
Vatikanischen Konzil (1962 bis 1965) und in der
veränderten kulturellen Situation
wußten viele Leute nicht mehr recht, was nun
die Christen eigentlich glauben, was die Kirche
lehrt und ob sie überhaupt etwas lehren kann
und wie sich das Ganze in die von Grund auf
veränderte Kultur einfügt.
So lade ich
Euch ein: Studiert den Katechismus!
Das
ist mein Herzenswunsch. Dieser
Katechismus redet Euch nicht nach dem Mund. Er
macht es Euch nicht leicht. Er fordert
nämlich ein neues Leben von Euch. Er legt
Euch die Botschaft des Evangeliums vor wie die
»kostbare Perle« (Mt 13,45), für
die man alles geben muß. So bitte ich Euch:
Studiert den Katechismus mit Leidenschaft und
Ausdauer! Opfert Lebenszeit dafür! Studiert
ihn in der Stille Eurer Zimmer, lest ihn zu zweit,
wenn Ihr befreundet seid, bildet Lerngruppen und
Netzwerke, tauscht Euch im Internet aus. Bleibt
auf jede Weise über Euren Glauben im
Gespräch!
Ihr müßt wissen, was Ihr glaubt. Ihr
müßt Euren Glauben so präzise
kennen wie ein IT-Spezialist das Betriebssystem
eines Computers. Ihr müßt ihn verstehen
wie ein guter Musiker sein Stück. Ja, Ihr
müßt im Glauben noch viel tiefer
verwurzelt sein als die Generation Eurer Eltern,
um den Herausforderungen und Versuchungen dieser
Zeit mit Kraft und Entschiedenheit entgegentreten
zu können. Ihr braucht göttliche Hilfe,
wenn Euer Glaube nicht austrocknen soll wie ein
Tautropfen in der Sonne, wenn Ihr den Verlockungen
des Konsumismus nicht erliegen wollt, wenn Eure
Liebe nicht in Pornographie ertrinken soll, wenn
Ihr die Schwachen nicht verraten und die Opfer
nicht im Stich lassen wollt. Wenn Ihr Euch nun
voll Eifer dem Studium des Katechismus zuwendet,
möchte ich Euch ein Letztes mit auf den Weg
geben: Ihr wißt alle, wie tief die
Gemeinschaft der Glaubenden in letzter Zeit
verwundet wurde durch Attacken des Bösen,
durch das Eindringen der Sünde selbst in das
Innere, ja das Herz der Kirche. Nehmt es nicht zum
Vorwand, Gottes Angesicht zu fliehen! Ihr selbst
seid der Leib Christi, die Kirche! Bringt das
unverbrauchte Feuer Eurer Liebe in diese Kirche
ein, sooft Menschen ihr Antlitz auch entstellt
haben! »Laßt nicht nach in eurem
Eifer, laßt euch vom Geist entflammen und
dient dem Herrn!« (Röm 12,11)."
| Impulse und Gedanken zum Ostergeheimnis: Aktuelle Ausgabe des Viertljahresblatts Kraft und Schönheit des Glaubens |
![]()


