Ort der ewigen eucharistischen Anbetung in Berlin
"Gemeinsam mit der Synodenversammlung empfehle ich darum
den Hirten der Kirche und dem Gottesvolk von Herzen die eucharistische
Anbetung, sei es allein oder in Gemeinschaft. ... Ebenso sollten je nach den örtlichen Gegebenheiten vor allem in den
bevölkerungsreicheren Gebieten Kirchen oder Oratorien bestimmt und eigens
für die ewige Anbetung bereitgestellt werden.
Papst Benedikt XVI.
Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum Caritatis,
67-68
„Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut, die Menschen laufen und verlieren sich, man lebt, als ob es Gott nicht gäbe. Gerade dort sollt ihr Orte und Gelegenheiten zum Gebet schaffen, an denen der Mensch Gott treffen kann."
Papst Benedikt XVI. am 22. September 2007 in Rom
"Daher bittet die Kongregation alle Ortsordinarien, die in besonderer Weise den für die Kirche spezifischen und unersetzbaren Charakter des geweihten Priestertums schätzen und sich der Dringlichkeit einer diesbezüglichen gemeinsamen Aktion bewusst sind, sich aktiv einzusetzen und dort, wo immer ihnen ein Teil des Gottesvolkes anvertraut ist, die Bildung regelrechter Zönakel zu fördern, in denen Kleriker, Ordensleute und Laien sich im Geiste wahrer Gemeinschaft, aufrichtiger Wiedergutmachung und Läuterung, miteinander vereint dem Gebet in Form einer kontinuierlichen eucharistischen Anbetung widmen."
Päpstliche Kongregation für den Klerus
Schreiben an alle Bischöfe des Erdkreises vom 8. Dezember 2007
Initiative des Heiligen Stuhles zur Förderung kontinuierlicher eucharistischer Anbetung
Kongregation für den Klerus ruft zur Schaffung
besonderer Oratorien kontinuierlicher Anbetung auf
St. Clemens ist eine Anbetungskirche, in der Priester und Laien in der ewigen eucharistischen Anbetung im Gebet vereint sind und in der Menschen von der Gegenwart des Herrn berührt werden. St. Clemens folgt damit einem Ruf des heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., der die Weltkirche zur Schaffung besonderer Orte eucharistischer Anbetung aufgerufen hat.
Im Dezember 2007 hat die
päpstliche Kongregation für
den Klerus eine weltweite Initiative zur geistigen Erneuerung des Klerus und
zur Förderung von Priesterberufungen ins Leben gerufen: Auf der ganzen Welt soll insbesondere
die eucharistische Anbetung und der Sinn der „geistigen Mutterschaft“ für
die Heiligkeit der Seelsorger wiederbelebt und gestärkt werden. Cláudio
Kardinal Hummes und Erzbischof Mauro Piacenza, Präfekt und Sekretär der
Kongregation, haben die Initiative in einem gemeinsamen Schreiben vom 8.
Dezember, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und
Gottesmutter Maria, vorgestellt. Darin rufen sie auf,„mithilfe der ewigen Anbetung eine
ununterbrochene Gebetskette [zu] schaffen“ und
„die Bildung regelrechter Zönakel zu
fördern, in denen Kleriker, Ordensleute und Laien sich im Geiste wahrer
Gemeinschaft, aufrichtiger Wiedergutmachung und Läuterung, miteinander
vereint dem Gebet in Form einer kontinuierlichen eucharistischen Anbetung
widmen.“
Auch Papst Benedikt XVI. hat in seinem
apostolischen Schreiben Sacramentum Caritatis die gesamte Kirche
zur besonderen Förderung der eucharistischen Anbetung von Jesus im
Allerheiligsten Altarsakrament aufgerufen und empfohlen, dass
"vor allem in den bevölkerungsreicheren
Gebieten Kirchen oder Oratorien bestimmt und eigens
für die ewige Anbetung bereitgestellt werden.
"Gemeinsam mit der Synodenversammlung empfehle ich darum den Hirten der Kirche und dem Gottesvolk von Herzen die eucharistische Anbetung, sei es allein oder in Gemeinschaft.
In diesem Zusammenhang wird eine angemessene Katechese von großem Nutzen sein, in der den Gläubigen die Bedeutung dieser Kulthandlung insofern erklärt wird, als sie eine tiefere, fruchtbringendere und lebendigere Teilnahme an der Feier der Liturgie ermöglicht.
Ebenso sollten je nach den örtlichen Gegebenheiten vor allem in den
bevölkerungsreicheren Gebieten Kirchen oder Oratorien bestimmt und eigens
für die ewige Anbetung bereitgestellt werden.
Außerdem empfehle ich, den Kindern im katechistischen Unterricht und besonders in den Vorbereitungskursen zur Erstkommunion den Sinn und die Schönheit des Verweilens bei Jesus nahezubringen und das Staunen angesichts seiner Gegenwart in der Eucharistie zu pflegen.
Ich möchte hier allen Instituten gottgeweihten Lebens, deren Mitglieder einen bedeutenden Teil ihrer Zeit der eucharistischen Anbetung widmen, meine Bewunderung und Unterstützung zum Ausdruck bringen. Auf diese Weise bieten sie allen das Beispiel von Menschen, die sich von der wirklichen Gegenwart des Herrn formen lassen. Ebenso möchte ich die Vereinigungen von Gläubigen wie auch die Bruderschaften ermutigen, die diese Praxis als ihre besondere Verpflichtung übernommen haben; sie werden so zum Ferment der Betrachtung für die ganze Kirche und zum Hinweis auf die Zentralität Christi für das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaften.
68. Die persönliche Beziehung, die der Einzelne mit dem in der Eucharistie gegenwärtigen Jesus herstellt, verweist ihn immer auf das Ganze der kirchlichen Gemeinschaft, indem sie in ihm das Bewußtsein seiner Zugehörigkeit zum Leib Christi nährt. Darum lade ich nicht nur die einzelnen Gläubigen ein, persönlich die Zeit zu finden, im Gebet vor dem Altarssakrament zu verweilen, sondern halte es für meine Pflicht, auch die Pfarreien und andere kirchliche Gruppierungen zu ersuchen, Momente gemeinschaftlicher Anbetung einzurichten.“
Papst Benedikt XVI.
Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum Caritatis, 67-68
Schreiben der Kongregation für den Klerus an alle Bischöfe des Erdkreises
Papst Benedikt XVI. ruft dazu auf, gerade in den Städten Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zu schaffen
Am 22. September 2007 rief Papst Benedikt XVI. auf einem gemeinsamen Kongress in Rom die neu berufenen Bischöfe aus aller Welt dazu auf, in den Städten Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zu schaffen:
„Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut, die Menschen laufen und verlieren sich, man lebt, als ob es Gott nicht gäbe. Gerade dort sollt ihr Orte und Gelegenheiten zum Gebet schaffen, an denen der Mensch Gott treffen kann. Besonders möchte ich euch dazu ermuntern, aus der Kathedrale ein vorbildliches Haus des Gebetes zu machen, vor allem des liturgischen Gebetes. Seid Männer des Gebets!“
Damit hat Papst Benedikt XVI. ein Anliegen zum Ausdruck gebracht und bestätigt, das zugleich die gesamte Tätigkeit und das Anliegen des Fördervereins der St. Clemens-Kirche Berlin beschreibt: im Herzen der hektischen und weitgehend säkularen Millionenmetropole Berlin einen Ort des Gebets und der Begegnung mit Gott zu schaffen.
Denn Berlin braucht dringend solche Orte. Durch Verkauf und Abriss verschwinden in erschreckendem Tempo Kirchen aus dem Stadtbild und dem gesellschaftlichen Leben der Hauptstadt und der Diaspora-Kirche Berlin. Die verbliebenen Kirchen sind ganz überwiegend außerhalb der Gottesdienste verschlossen und werden grundsätzlich nur zur Heiligen Messe geöffnet, um sodann wieder abgeschlossen zu werden. Es besteht ein neuer dringender Bedarf nach Orten des Gebets als Oasen des Glaubens in einer weitgehend säkularen Stadt. Um dieses Ziel Wierklichkeit werden zu lassen, haben sich Berliner Katholiken mit Unterstützung ihres Bischofs zu einem Verein zusammengeschlossen.
Der Aufruf des Papstes erging im Rahmen eines Kongresses, zu dem der Heilige Stuhl jährlich die neu ins Amt berufenen Bischöfe einlädt. In diesem Jahr haben knapp 100 neu ernannte Bischöfe aus der ganzen Welt teilgenommen, aus Deutschland die Bischöfe Gregor Hanke aus Eichstätt, Konrad Zdarsa aus Görlitz, Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg, aus der Schweiz die neuen Bischöfe von St. Gallen und Chur, Markus Büchel und Vitus Huonder sowie aus Österreich Weihbischof Anton Leichtfried aus St. Pölten. Papst Benedikt XVI. legte den versammelten Bischöfe in besonderer Weise ans Herz, sich verstärkt dem Gebet zu widmen und sich nicht durch ihre vielfältigen Verpflichtungen von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken zu lassen.
„Heutzutage sind, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, die organisatorischen Aufgaben im Bischofsamt ausfüllend, die Verpflichtungen vielfältig und die Anforderungen zahlreich. Doch die erste Stelle im Leben eines Nachfolgers der Apostel muss Gott vorbehalten sein. … Gerade so helfen wir auch unseren Gläubigen“.
Nur ein Bischof, der in der Kontemplation verwurzelt sei, könne die Bedürfnisse der anderen annehmen und sie zu seinen eigenen machen. Die Bischöfe sind daher in besonderer Weise dazu aufgerufen, auch ihren Gläubigen Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zur Verfügung zu stellen.
Weiterführende Links
Ewige Eucharistische Anbetung in St. Clemens
Katechese zur Heiligen Eucharistie
Die Theologie der Kirche zur Heiligen Eucharistie
Die Kirchenväter zur Eucharistie - Hl. Johannes Chrysotomos
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