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Papst Benedikt XVI. ruft dazu auf, gerade in den Städten Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zu schaffen


Am 22. September 2007 rief Papst Benedikt XVI. auf einem gemeinsamen Kongress in Rom die neu berufenen Bischöfe aus aller Welt dazu auf, in den Städten Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zu schaffen: 

„Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut, die Menschen laufen und verlieren sich, man lebt, als ob es Gott nicht gäbe. Gerade dort sollt ihr Orte und Gelegenheiten zum Gebet schaffen, an denen der Mensch Gott treffen kann. Besonders möchte ich euch dazu ermuntern, aus der Kathedrale ein vorbildliches Haus des Gebetes zu machen, vor allem des liturgischen Gebetes. Seid Männer des Gebets!“ 

Damit hat Papst Benedikt XVI. ein Anliegen zum Ausdruck gebracht und bestätigt, das zugleich die gesamte Tätigkeit und das Anliegen des Fördervereins der St. Clemens-Kirche Berlin beschreibt: im Herzen der hektischen und weitgehend säkularen Millionenmetropole Berlin einen Ort des Gebets und der Begegnung mit Gott zu schaffen. 

Denn Berlin braucht dringend solche Orte. Durch Verkauf und Abriss verschwinden in erschreckendem Tempo Kirchen aus dem Stadtbild und dem gesellschaftlichen Leben der Hauptstadt und der Diaspora-Kirche Berlin. Die verbliebenen Kirchen sind ganz überwiegend außerhalb der Gottesdienste verschlossen und werden grundsätzlich nur zur Heiligen Messe geöffnet, um sodann wieder abgeschlossen zu werden. Es besteht ein neuer dringender Bedarf nach Orten des Gebets als Oasen des Glaubens in einer weitgehend säkularen Stadt. Um dieses Ziel Wierklichkeit werden zu lassen,  haben sich Berliner Katholiken mit Unterstützung ihres Bischofs zu einem Verein zusammengeschlossen. 

Der Aufruf des Papstes erging im Rahmen eines Kongresses, zu dem der Heilige Stuhl jährlich die neu ins Amt berufenen Bischöfe einlädt. In diesem Jahr haben knapp 100 neu ernannte Bischöfe aus der ganzen Welt teilgenommen, aus Deutschland die Bischöfe Gregor Hanke aus Eichstätt, Konrad Zdarsa aus Görlitz, Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg, aus der Schweiz die neuen Bischöfe von St. Gallen und Chur, Markus Büchel und Vitus Huonder sowie aus Österreich Weihbischof Anton Leichtfried aus St. Pölten. Papst Benedikt XVI. legte den versammelten Bischöfe in besonderer Weise ans Herz, sich verstärkt dem Gebet zu widmen und sich nicht durch ihre vielfältigen Verpflichtungen von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken zu lassen. 

„Heutzutage sind, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, die organisatorischen Aufgaben im Bischofsamt ausfüllend, die Verpflichtungen vielfältig und die Anforderungen zahlreich. Doch die erste Stelle im Leben eines Nachfolgers der Apostel muss Gott vorbehalten sein. … Gerade so helfen wir auch unseren Gläubigen“.

Nur ein Bischof, der in der Kontemplation verwurzelt sei, könne die Bedürfnisse der anderen annehmen und sie zu seinen eigenen machen. Die Bischöfe sind daher in besonderer Weise dazu aufgerufen, auch ihren Gläubigen Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Kath.net


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