Aktuell

 

Initiative des Heiligen Stuhles zur Förderung kontinuierlicher eucharistischer Anbetung

Kongregation für den Klerus ruft zur Schaffung besonderer Oratorien kontinuierlicher Anbetung auf


Im Dezember 2007 hat die päpstliche Kongregation für den Klerus eine weltweite Initiative zur geistigen Erneuerung des Klerus und zur Förderung von Priesterberufungen ins Leben gerufen: Auf der ganzen Welt soll insbesondere die eucharistische Anbetung und der Sinn der „geistigen Mutterschaft“ für die Heiligkeit der Seelsorger wiederbelebt und gestärkt werden. Cláudio Kardinal Hummes und Erzbischof Mauro Piacenza, Präfekt und Sekretär der Kongregation, haben die Initiative in einem gemeinsamen Schreiben vom 8. Dezember, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, vorgestellt. Darin rufen sie auf,„mithilfe der ewigen Anbetung eine ununterbrochene Gebetskette [zu] schaffen“ und „die Bildung regelrechter Zönakel zu fördern, in denen Kleriker, Ordensleute und Laien sich im Geiste wahrer Gemeinschaft, aufrichtiger Wiedergutmachung und Läuterung, miteinander vereint dem Gebet in Form einer kontinuierlichen eucharistischen Anbetung widmen.“

Auch Papst Benedikt XVI. hat in seinem apostolischen Schreiben Sacramentum Caritatis die gesamte Kirche zur besonderen Förderung der eucharistischen Anbetung von Jesus im Allerheiligsten Altarsakrament aufgerufen und empfohlen, dass  "vor allem in den bevölkerungsreicheren Gebieten Kirchen oder Oratorien bestimmt und eigens für die ewige Anbetung bereitgestellt werden." St. Clemens ist ein solcher Ort, wo Priester, Ordensleute und Gläubige in Gemeinschaft zur täglichen eucharistischen Anbetung zusammenkommen können. Die bis Mitternacht geöffnete Kirche macht es möglich, dass die Menschen in der hektischen Millionenstadt Berlin auch nach ihrer Arbeit jederzeit die Möglichkeit haben, zum Gebet, zur Wortverkündigung und zur Anbetung in St. Clemens einzukehren. Papst Benedikt XVI. hat in seinem Appell an die gesamte Kirche dieses sehr wichtige Anliegen näher ausgeführt:

"Gemeinsam mit der Synodenversammlung empfehle ich darum den Hirten der Kirche und dem Gottesvolk von Herzen die eucharistische Anbetung, sei es allein oder in Gemeinschaft.

In diesem Zusammenhang wird eine angemessene Katechese von großem Nutzen sein, in der den Gläubigen die Bedeutung dieser Kulthandlung insofern erklärt wird, als sie eine tiefere, fruchtbringendere und lebendigere Teilnahme an der Feier der Liturgie ermöglicht.

Ebenso sollten je nach den örtlichen Gegebenheiten vor allem in den bevölkerungsreicheren Gebieten Kirchen oder Oratorien bestimmt und eigens für die ewige Anbetung bereitgestellt werden.

Außerdem empfehle ich, den Kindern im katechistischen Unterricht und besonders in den Vorbereitungskursen zur Erstkommunion den Sinn und die Schönheit des Verweilens bei Jesus nahezubringen und das Staunen angesichts seiner Gegenwart in der Eucharistie zu pflegen.

Ich möchte hier allen Instituten gottgeweihten Lebens, deren Mitglieder einen bedeutenden Teil ihrer Zeit der eucharistischen Anbetung widmen, meine Bewunderung und Unterstützung zum Ausdruck bringen. Auf diese Weise bieten sie allen das Beispiel von Menschen, die sich von der wirklichen Gegenwart des Herrn formen lassen. Ebenso möchte ich die Vereinigungen von Gläubigen wie auch die Bruderschaften ermutigen, die diese Praxis als ihre besondere Verpflichtung übernommen haben; sie werden so zum Ferment der Betrachtung für die ganze Kirche und zum Hinweis auf die Zentralität Christi für das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaften.

68. Die persönliche Beziehung, die der Einzelne mit dem in der Eucharistie gegenwärtigen Jesus herstellt, verweist ihn immer auf das Ganze der kirchlichen Gemeinschaft, indem sie in ihm das Bewußtsein seiner Zugehörigkeit zum Leib Christi nährt. Darum lade ich nicht nur die einzelnen Gläubigen ein, persönlich die Zeit zu finden, im Gebet vor dem Altarssakrament zu verweilen, sondern halte es für meine Pflicht, auch die Pfarreien und andere kirchliche Gruppierungen zu ersuchen, Momente gemeinschaftlicher Anbetung einzurichten.“

Papst Benedikt XVI.

Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum Caritatis, 67-68

Gebet für die Priester: ''Bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter sendet!'' (Papst Benedikt XVI.)

Schreiben der Kongregation für den Klerus an alle Bischöfe des Erdkreises

Hinweise zur Förderung der Praxis der kontinuierlichen eucharistischen Anbetung in den Bistümern zugunsten des Klerus und der Priesterberufe

Dokument der  Kongregation für den Klerus zu eucharistischen Anbetung, Wiedergutmachung und geistigen Mutterschaft für die Priester


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