St. Clemens Newsletter August 2010

"Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt." (Offb 12,1)
„Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. … Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ (Joh 14, 2 f.)
Liebe Freunde der St. Clemens-Kirche!
mitten im Sommer feiert die Kirche eines der ältesten und eindrucksvollsten Marienfeste, das Hochfest "Mariä Aufnahme in den Himmel". Sie feiert das Geheimnis des Übergangs Marias von dieser Welt in das Paradies der himmlischen Herrlichkeit Gottes. An diesem Fest dürfen wir einen kurzen Blick von dieser Welt in den Himmel werfen und ein tiefes Geheimnis des Glaubens betrachten: das Geheimnis, dass die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria, die frei jeder Sünde war, so sehr ihrem Sohn Jesus Christus gleichgestaltet ist, das sie vom allgemeinen Los der Auflösung ausgenommen wurde. Denn da der Zerfall des Leibes eine Folge der Sünde ist, ist die selige Jungfrau Maria, die zugleich Mutter des ewigen Wortes Jesus Christus und damit die Mutter Gottes ist, mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Papst Pius XII, der während seiner Zeit als apostolischer Nuntius in Berlin oft in St. Clemens weilte und dort zur Beichte ging, hat dieses Geheimnis 1950 als feierliches Dogma verkündet: "Es ist ein von Gott geoffenbartes Dogma, dass die immerwährende Jungfrau Maria, die makellose Gottesgebärerin, als sie den Lauf des irdischen Lebens vollendete, mit Leib und Seele zur himmlischen Glorie aufgenommen wurde." Dogmatische Konstitution Munificentissimus Deus von Papst Pius XII. (1. November 1950)."
So schreibt der heilige Kirchenlehrer Alfons von Liguori: "Jesus wollte nicht, dass der Leib Marias nach dem Tode verwese, da es für ihn eine Schmach gewesen wäre, wenn der jungfräuliche Leib, aus dem er selbst Fleisch angenommen hatte, die Verwesung erduldet hätte!" Und schon der heilige Kirchenvater Johannes von Damaskus bekennt: "Es musste die, welche in der Geburt die Jungfrauschaft unversehrt bewahrt hatte, auch nach dem Tode ihren Leib von aller Verwesung frei bewahren. Es musste die, welche den Schöpfer als Kind in ihrem Schoß getragen hatte, in den Zelten Gottes weilen. Es musste die Braut, die sich der Vater angelobt hatte, in dem himmlischen Brautgemach Wohnung nehmen. Es musste die, welche ihren Sohn am Kreuze geschaut hatte und damals ihr Herz durchbohrt fühlte vom Schwert der Schmerzen, die sie bei der Geburt nicht erduldet hatte, ihn jetzt an der Seite des Vaters sitzen sehen. Es musste die Mutter Gottes besitzen, was ihrem Sohne gehört, und von jeglicher Kreatur als Mutter Gottes und seine Magd verehrt werden".
Das Hochfest, das wir begehen, ist ein Tag der Hoffnung und des Lichtes, denn allen Menschen, die auf Erden pilgern, wird in Maria, der Königin des Friedens, "die verheißene Herrlichkeit" gezeigt, die sie erwartet. Dieses gibt auch uns die feste Hoffnung, dass wir nach dem Ende unseres irdischen Pilgerweges, wie auch unsere himmlische Mutter Maria, in der himmlischen Herrlichkeit des ewigen Lebens sein werden, wo wir Gott schauen werden, von Angesicht zu Angesicht. Oder wie es der Heilige Apostel Paulus im ersten Korintherbrief schreibt: "Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin." 1 Kor 12. Der Herr möchte, dass wir bei ihm sind. "Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ (Joh 14, 3). Unsere Lebenszeit in dieser Welt ist der Ort, wo ihr uns auf unsere ewige Heimat vorbereiten. Denn "unsere Heimat aber ist im Himmel" (Php 3:20), wir sind "nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes." (Eph 2:19 ). Wir sind nicht von dieser Welt, wie auch Er nicht von dieser Welt ist (Joh 17:16), aber in der Welt, um sie als Salz der Erde zu durchdringen.
Und an diesem Fest dürfen wir ein weiteres Geheimnis betrachten: Unser Herr Jesus Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, der uns am am Höhepunkt seines Erlösungswerkes, sterbend am Kreuz durch den Apostel Johannes sagt "Siehe, Deine Mutter" (Joh 19:27) hat zugleich die gesamte Menschheit in besonderer Weise der Fürsorge seiner Mutter anvertraut und so ist sie auch zugleich unsere Mutter, die am Thron Gottes Fürsprache für uns einlegt und an die wir uns vertrauensvoll wenden können. Im Erlösungswerk Gottes kommt ihr eine besondere Rolle zu, sie ist Königin des Alls und der Engel und Mutter der Kirche (Mater Ecclesiae), wie das 2. vatikanische Konzil feierlich erklärt: "Diese Mutterschaft Marias in der Gnadenökonomie dauert unaufhörlich fort, von der Zustimmung an, die sie bei der Verkündigung gläubig gab und unter dem Kreuz ohne Zögern festhielt, bis zur ewigen Vollendung aller Auserwählten. In den Himmel aufgenommen, hat sie diesen heilbringenden Auftrag nicht aufgegeben, sondern fährt durch ihre vielfältige Fürbitte fort, uns die Gaben des ewigen Heils zu erwirken." (Konstitution Lumen Gentium 59, 62)
Und deshalb dürfen wir mit den Worten Papst Pius XII. voll Vertrauen beten: "Heilige Jungfrau, unbefleckt empfangen, Gottes und der Menschen Mutter ... Wir vertrauen darauf, daß du voll Erbarmen niederschaust auf unsere Nöte und unsere Ängste, auf unsere Kämpfe und unsere Schwächen; daß du dich mit uns freust an unseren Freuden und an unseren Siegen und daß du die Stimme Jesu hörst, die dir von einem jeden von uns, wie einst von seinem geliebten Jünger, sagt: Sieh da dein Kind. Und wir, die wir dich als unsere Mutter anrufen, wir machen dich wie einst Johannes zur Führerin, Kraft und Trösterin unseres irdischen Lebens. Wir glauben, daß deine Augen, die weinten über eine von Jesu Blut benetzte Erde, sich auch heute noch auf unsere Welt richten, die voll ist von Kriegen, Verfolgungen und Unterdrückungen der Gerechten und der Schwachen. ... Wir glauben endlich, daß du in der ewigen Herrlichkeit, umkleidet mit der Sonne und mit Sternen bekränzt, nach Christus die Freude und die Wonne aller Engel und Heiligen bist.
In diesem Monat August möchten wir Sie auf besonderer Weise einladen, gemeinsam mit Maria zu Jesus zu kommen und zu seinen Füßen zu verweilen : am Abend der Barmherzigkeit (Holy Hour, Lichtervigil) mit eucharistischer Lichtprozession, bei den Exerzitienund vor allem immer weider aufs Neue in der ewigen Anbetung.
Unser Herr Jesus Christus ist in unserer Kirche 24 h im Allerheiligsten Altarsakrament in ganz besonderer Weise gegenwärtig. Er lädt jeden von uns ein, einfach zu Ihm zu kommen. Lassen Sie die Sorgen, den Lärm und die Probleme des Alltags einfach hinter sich und setzen Sie sich einfach vor Ihm hin. Sie werden ganz bestimmt beschenkt und verwandelt werden. Und in der Stille werden Sie Ihm begegnen. Und in Ihm die Freude und den tiefen Frieden entdecken, den nur Gott selbst zu schenken vermag.
Zugleich möchten wir Sie alle ganz herzlich zum Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters einladen.
Gebetsmeinung des Heiligen Vaters:
1.Arbeitslose und Obdachlose
Allgemeine Gebetsmeinung
Dass Arbeitslose, Obdachlose und alle, die in großer Not leben, auf Verständnis und Annahme stoßen und konkrete Hilfe bei der Überwindung ihrer Schwierigkeiten finden.
2. Diskriminierte, Hungernde und Auswanderer
Missionsgebetsmeinung
Dass die Kirche die „Wohnung“ aller ist, bereit die Türen all jenen zu öffnen, die durch Diskriminierung wegen ihrer Rasse oder Religion, durch Hunger und Kriege gezwungen sind, in andere Länder auszuwandern.
Beten wir darüber hinaus auf Einladung des Heiligen Vaters gemeinsam für die Ausgießung der Barmherzigkeit Gottes und der
Geistesgaben der Heiligkeit und Stärke über der Kirche in unserem Land, in Irland und auf der ganzen Welt.
Die Höhepunkte zum Ausdrucken und Vormerken:
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Samstag, 7. August |
Holy Hour und eucharistische Lichterprozession |
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Freitag, 13. - Sonntag 15. August |
Exerzitien mit Pater Anthony Plackal, V.C. |
1. Exerzitien mit Pater Anthony Plackal, V.C.
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Fr. 13.08. – So. 15.08. |
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Die soziale Botschaft der Heiligen Schrift im Leben erfahrbar machen |
2. Holy Hour - Lichtervigil am 7. August 2010
Das Licht unzähliger Kerzen erhellt das riesige Kirchenschiff von St. Clemens mitten im Herzen von Berlin. Die Clementiner, junge Katholiken in St. Clemens, laden zusammen mit den Vinzentinerpatres zur Holy Hour und Lichtervigil in St. Clemens ein.
Wie jeden ersten Samstag im Monat findet am Samstag, den 7. August wieder unsere Holy Hour (Heilige Stunde) mit Lichtervigil statt. Unsere Lichtervigil ist ein besonderer Gebetsabend, mit einer Heiligen Messe - wie immer um 19:30 Uhr - und einer festlichen eucharistische Lichterprozession, an die sich eine Holy Hour, eine gestaltete eucharistische Anbetung mit Liedern und Meditationen aus der heiligen Schrift anschließt.
Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetpräsenz. Die Jugendvigil findet jeweils am Herz-Mariensamstag, also jeden ersten Samstag im Monat, statt.
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19:30 |
Heilige Messe |
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20:30 |
eucharistische Prozession, Segen, Katechese |
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21:00 |
Holy Hour - eucharistische Anbetung mit Liedern und Gebeten |
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24:00 |
Eucharistischer Schlußsegen |
3. Tagespost-Artikel und Interview
Zugleich möchten wir Sie auf einen Artikel und ein Interview in der Tagespost aufmerksam machen, der kürzlich erschienen ist und das Werk der St. Clemends Kirchr näher vorstellt.
4. Tägliches Programm
Daneben läuft das täglich Programm in St. Clemens:
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tägliche Heilige Messe 13 Uhr und 19:30 Uhr
jeden Tag feiern wir zwei Heilige Messen zu auch für Berufstätige günstigen Zeiten. Die Abendmesse wird täglich, auch werktags, von unserer Musikgruppe musikalisch begleitet.
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ewige eucharistische Anbetung
In St. Clemens ist der Herr in besonderer Weise 24 h gegenwärtig. Wir möchten sie einladen, in Seine Gegenwart zu kommen und Ihn gemeinsam mit uns anzubeten, einfach da zu sein, einfach in seiner Gegenwart zu sein.
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Gelegenheit zur Beichte, zum Gespräch, zur geistlichen Begleitung von 9-24 Uhr
Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle. (Jesaja 1:18) Gottes Barmherzigkeit ist ohne Grenzen. Er möchte uns uns ganz heilen, vor allem von der Krankheit unserer Seele, die uns von Gott und Seiner Liebe trennt, der Sünde. Deshalb besteht in St. Clemens täglich von 9 - 24 Uhr die Möglichkeit, Gottes vergebende Liebe im Sakrament er Versöhnung, im geistlichen Gespräch und in der geistlichen Begleitung zu erfahren.
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Barmherzigkeitsstunde um 15 Uhr
In der Todesstunde Jesu, um 15 Uhr kommen wir täglich mit unseren Patres zusammen, um die Gnadenstunde der Barmherzigkeit gemeinsam vor dem Herrn zu verbringen und für den Heiligen Vater, unseren Erzbischof, unser Bistum und unsere Stadt Berlin zu beten.
Wir wünschen Ihnen allen von Herzen Gottes reichen Segen!
Herzlich Ihr
Förderverein der St. Clemens-Kirche Berlin e.V.
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