St. Clemens Newsletter Oktober 2010

"Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir." (Luk 1, 28)
"Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes." (Luk 1,42)
Liebe Freunde der St. Clemens-Kirche!
Mit dem Monat Oktober treten wir ein in den Rosenkranzmonat, in dem wir in besonderer Weise uns von Maria an der Hand nehmen lassen können, um mit Ihr gemeinsam das Leben Jesu zu betrachten. Der Rosenkranz der Jungfrau Maria ist ein ganz besonderes, durch das Lehramt der Kirche empfohlenes und beliebtes Gebet vieler Heiliger. Papst Johannes Paul II. sagte über den Rosenkranz:
„Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet. Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und seiner Tiefe. … In der Tat ziehen vor dem Hintergrund der Worte des Ave Maria vor den Augen der Seele die wichtigsten Ereignisse des Lebens Jesu vorbei.“
Der Rosenkranz ist ein christologisches Gebet, ein Gebet, das ganz auf Christus ausgerichtet ist und in dem wir gleichsam an der Hand Mariens das Antlitz Christi betrachten. In seinen Geheimnissen ist es eine Kurzfassung, ein Kompendium des Evangeliums. Und es ist ein äußerst wirksames geistliches Mittel, um die Gnade Gottes in unsere Herzen einströmen zu lassen, uns selbst zu verwandeln und Gott zu begegnen. Das ist das Geheimnis des Rosenkranzes: unsere Gedanken, unsere Augen und unser Herz, die den ganzen Tag mit 1000 Dingen beschäftigt sind, richten sich für 20 Minuten einmal allein auf Gott. Und während sich unser Blick mit dem Seinen trifft, kann die Kraft und die Gnade Gottes in unser Herz einströmen und wir werden Stück für Stück verwandelt und Christus gleichgestaltet, bis wir ihm immer ähnlicher werden.
Das setzt voraus, dass wir den Rosenkranz mit dem Herzen beten. Er ist ein betrachtendes, kontemplatives Gebet in der besten Tradition christlicher Kontemplation. Papst Pius VI. schreibt dazu:
„Ohne Betrachtung ist der Rosenkranz ein Leib ohne Seele, und das Gebet läuft Gefahr, zu einer mechanischen Wiederholung von Formeln zu werden, ganz im Widerspruch zur Mahnung Jesu: ‚Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen“ (Mt 6, 7). Seiner Natur nach verlangt das Rosenkranzgebet einen ruhigen Rhythmus und ein besinnliches Verweilen, was dem Betenden die Betrachtung der Geheimnisse im Leben des Herrn erleichtert und diese gleichsam mit dem Herzen derjenigen schauen lässt, die dem Herrn am nächsten stand. So werden sich ihm die unergründlichen Reichtümer dieser Geheimnisse erschließen.“
Nur wie macht man das? Die Gefahr besteht darin, den Rosenkranz möglichst schnell herunterzuleiern. Er bleibt dann trocken, langweilig und vermag seine Fruchtbarkeit nicht zu entfalten. Das Entscheidende ist nicht die möglichst schnelle Wiederholung von Worten sondern die Mediation, das Nachdenken über die Geheimnisse des Lebens Jesu, seine Fleischwerdung in Maria, seine Kreuzigung, seine Auferstehung. Diese Ereignisse können wir uns plastisch vorstellen, und gleichsam „verkosten“. Papst Johannes Paul II gibt uns in seinem Schreiben Rosarium Virginis Mariae einen Tipp: Beim Gebet hilft uns ein ruhiger Rhythmus, Stille, ein Innehalten zwischen den Ave Marias, die wörtliche Nennung des Geheimnisses („Jesus, den Du oh Jungfrau vom heiligen Geist empfangen hast“), das Hervorheben des Namens Jesu und des Ehre sei dem Vater, und eine kurze Lesung des entsprechenden Bibeltextes zwischen den Geheimnissen. Am Beginn des Rosenkranzes können wir den Heiligen Geist um seine Hilfe anrufen. Anlässlich des Rosenkranzmonates Oktober haben wir für Sie eine Anleitung zu einem guten Rosenkranzgebet auf der Grundlage des Apostolisches Schreibens Rosarium Virginis Mariae von Papst Johannes Paul II. zusammengestellt.
Der Rosenkranz ist gleichzeitig Betrachtung und Bittgebet. Und er ist ein äußerst wirksames geistliches Gnadengeschenk. Papst Johannes Paul II ermutigt uns: „Die Kirche hat diesem Gebet stets eine besondere Wirksamkeit zugesprochen. Sie legt die schwersten Anliegen vertrauensvoll in das gemeinsame und beharrliche Beten des Rosenkranzes hinein. In Zeiten, in denen die Christenheit selbst bedroht war, hat dieses Gebet zur Errettung aus Gefahr beigetragen und die Jungfrau vom Heiligen Rosenkranz wurde als Mittlerin zum Heil verehrt.“
Durch das Gebet und das mit ihm stets verbundene Fasten können Kriege beendet und die Naturgesetze aufgehoben werden. Wie stark das Rosenkranzgebet ist, zeigt uns Papst Johannes Paul II auf: "Ich denke insbesondere an die Erscheinung von Fatima, die sich vor 90 Jahren ereignet hat. Sie stellte sich den drei Hirtenkindern Lucia, Jacinta und Francisco als die »Muttergottes vom Rosenkranz« vor und empfahl eindringlich, den Rosenkranz jeden Tag zu beten, um das Ende des Krieges zu erlangen." Der Rosenkranz ist der Muttergottes besonders lieb. Durch den Rosenkranz öffnen wir ihr unser Herz und sie kann uns helfen. Der Rosenkranz kann in der Welt und in unserem Leben Wunder wirken. Mit dem Rosenkranz können wir auch den Herausforderungen begegnen, denen die Kirche und denen wir in unserem Leben gegenüberstehen. Wir wollen viele Gnaden erhalten, beten aber nicht. Die Muttergottes kann uns nicht helfen, wenn wir nicht aufbrechen wollen. Beten wir den Rosenkranz, dass er uns zu einer Verpflichtung wird, die wir mit Freude verrichten. Wir rennen, arbeiten, sammeln, aber ohne Segen. Entscheiden wir uns von heute an ernsthaft, Gott Zeit zu widmen. Bestimmen wir am Tag eine Zeit, in der wir in Frieden und Demut beten und Gott, dem Schöpfer, begegnen können. Beten wir, und wir werden Wunder der Verwandlung in unserem Leben erleben. Im Gebet mit dem Herzen werden wir Gott begegnen. Ein Mensch fragte die Muttergottes einmal, wie man ihr denn eine Freude bereiten könnte. Ihre Antwort war so einfach wie klar: Indem Du betest. Maria braucht das gebet von Menschen, um uns helfen zu können und so am Erlösungswerk ihres Sohnes mitzuwirken. Das ist Ihre Freude, das ist ihr Wunsch. Machen wir ihr eine Freude - und wir werden Gott, sie, die Kirche, die Welt und auch uns selbst reich beschenken.
St. Clemens ist ein besonderer Ort auch im Rosenkranzgebet Christus zu begegnen. Unser Herr Jesus Christus ist in unserer Kirche 24 h im Allerheiligsten Altarsakrament in ganz besonderer Weise gegenwärtig. Er lädt jeden von uns ein, einfach zu Ihm zu kommen. Lassen Sie die Sorgen, den Lärm und die Probleme des Alltags einfach hinter sich und setzen Sie sich einfach vor Ihm hin. Sie werden ganz bestimmt beschenkt und verwandelt werden. Und in der Stille werden Sie Ihm begegnen. Und in Ihm die Freude und den tiefen Frieden entdecken, den nur Gott selbst zu schenken vermag.
Zugleich möchten wir Sie alle ganz herzlich zum Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters einladen.
Gebetsmeinung des Heiligen Vaters:
1. Katholische Universitäten
Allgemeine Gebetsmeinung
Dass Katholische Universitäten mehr und mehr zu Orten werden, wo es durch das Licht des Evangeliums möglich ist, jene harmonische Einheit zu erfahren, die zwischen Glauben und Vernunft besteht.
2. Sonntag der Weltmission
Missionsgebetsmeinung
Dass die Feier des Sonntags der Weltmission Gelegenheit ist, zu verstehen, dass die Aufgabe der Verkündigung Christi ein notwendiger und unerlässlicher Dienst der Kirche unter den Menschen ist.
Beten wir darüber hinaus auf Einladung des Heiligen Vaters gemeinsam für die Ausgießung der Barmherzigkeit Gottes und der
Geistesgaben der Heiligkeit und Stärke über der Kirche in unserem Land, in Irland und auf der ganzen Welt.
Unsere Termine zum Ausdrucken und Vormerken:
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Sa, 02.10. 19:30 Uhr |
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Holy Hour und eucharistische Lichterprozession |
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Fr. 01.10. – So. 03.10. |
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Einheit führt uns zur Herrlichkeit |
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Fr. 08.10. – So. 10.10. |
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Gott möchte dich – nicht, was du hast |
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Fr. 15.10. – So. 17.10. |
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Bete ohne Enttäuschung |
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So., 17.10. 10:30 Uhr |
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Missa Solemnis, lateinisches Hochamt |
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Fr. 22.10. – So. 24.10. |
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Gott möchte dich – nicht, was du hast |
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So., 24.10. 9:00 Uhr |
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Missa Solemnis, lateinisches Hochamt |
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Fr. 29.10. – So. 31.10. |
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Rettung heute erfahren |
1. Predigtwochenenden mit Pater Dr. George Vadakkekara V.C. und Pater Tom Mulanjanany V.C.
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Fr. 01.10. – So. 03.10. |
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Einheit führt uns zur Herrlichkeit |
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Fr. 08.10. – So. 10.10. |
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Gott möchte dich – nicht, was du hast |
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Fr. 15.10. – So. 17.10. |
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Bete ohne Enttäuschung |
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Fr. 22.10. – So. 24.10. |
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Gott möchte dich – nicht, was du hast |
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Fr. 29.10. – So. 31.10. |
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Rettung heute erfahren |
2. Holy Hour - Lichtervigil am 2. Oktober 2010
Das Licht unzähliger Kerzen erhellt das riesige Kirchenschiff von St. Clemens mitten im Herzen von Berlin. Die Clementiner, junge Katholiken in St. Clemens, laden zusammen mit den Vinzentinerpatres zur Holy Hour und Lichtervigil in St. Clemens ein.
Wie jeden ersten Samstag im Monat findet am Samstag, den 2. Oktober wieder unsere Holy Hour (Heilige Stunde) mit Lichtervigil statt. Unsere Lichtervigil ist ein besonderer Gebetsabend, mit einer Heiligen Messe - wie immer um 19:30 Uhr - und einer festlichen eucharistische Lichterprozession, an die sich eine Holy Hour, eine gestaltete eucharistische Anbetung mit Liedern und Meditationen aus der heiligen Schrift anschließt.
Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetpräsenz. Die Jugendvigil findet jeweils am Herz-Mariensamstag, also jeden ersten Samstag im Monat, statt.
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19:30 |
Heilige Messe |
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20:30 |
eucharistische Prozession, Segen, Katechese |
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21:00 |
Holy Hour - eucharistische Anbetung mit Liedern und Gebeten |
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24:00 |
Eucharistischer Schlußsegen |
3. Missa Solemnis - lateinisches Hochamt mit festlicher Orgelmusik am Sonntag, den 17. Oktober, um 10:30 und am Sonntag, den 24. Oktober um 9:00 Uhr (!)
Gloria in excelsis Deo - Ehre sei Gott in der Höhe! Dieser uralte Ruf zum Lobpreis Gottes steht am Beginn eines der ältesten Hymnen der Kirche. Seit dem 4. Jahrhundert erklingt dieser altchristliche Hymnus und er ist seit frühester Zeit Bestandteil der Liturgie der Kirche. Mit diesen Worten des Engelsgesangs wollen wir zwei mal im Monat ein besonders feierliches Hochamt in der Sprache unserer Kirche feiern (Novus Ordo). Hierzu erklingen gregorianische Choräle unserer Schola und die festliche Stimme unserer Orgel.
4. Tägliches Programm
Daneben bietet St. Clemens ein umfangreiches geistliches Programm:
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tägliche Heilige Messe 13 Uhr und 19:30 Uhr
jeden Tag feiern wir zwei Heilige Messen zu auch für Berufstätige günstigen Zeiten. Die Abendmesse wird täglich, auch werktags, von unserer Musikgruppe musikalisch begleitet.
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ewige eucharistische Anbetung
In St. Clemens ist der Herr in besonderer Weise 24 h gegenwärtig. Wir möchten sie einladen, in Seine Gegenwart zu kommen und Ihn gemeinsam mit uns anzubeten, einfach da zu sein, einfach in seiner Gegenwart zu sein.
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Gelegenheit zur Beichte, zum Gespräch, zur geistlichen Begleitung von 9-24 Uhr
Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle. (Jesaja 1:18) Gottes Barmherzigkeit ist ohne Grenzen. Er möchte uns uns ganz heilen, vor allem von der Krankheit unserer Seele, die uns von Gott und Seiner Liebe trennt, der Sünde. Deshalb besteht in St. Clemens täglich von 9 - 24 Uhr die Möglichkeit, Gottes vergebende Liebe im Sakrament er Versöhnung, im geistlichen Gespräch und in der geistlichen Begleitung zu erfahren.
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Barmherzigkeitsstunde um 15 Uhr
In der Todesstunde Jesu, um 15 Uhr kommen wir täglich mit unseren Patres zusammen, um die Gnadenstunde der Barmherzigkeit gemeinsam vor dem Herrn zu verbringen und für den Heiligen Vater, unseren Erzbischof, unser Bistum und unsere Stadt Berlin zu beten.
Wir wünschen Ihnen allen von Herzen Gottes reichen Segen!
Herzlich Ihr
Förderverein der St. Clemens-Kirche Berlin e.V.
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