St. Clemens Newsletter September 2010

"Denn Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“ (Ps 91, 11 f.)
"Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe. Achte auf ihn und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig." (Exo 23:20)
Liebe Freunde der St. Clemens-Kirche!
der Sommer neigt sich dem Ende und mit dem Monat September tritt uns nun eine Glaubenswahrheit vor Augen, die tröstend und ermutigend zugleich ist. Während der Mai der Gottesmutter geweiht ist, der Juni dem Herzen Jesu, der Juli dem Kostbaren Blut und der Oktober der Rosenkranzmonat ist, ist der September den Heiligen Engeln geweiht. Als rein geistige Geschöpfe, als personale und unsterbliche Wesen sind die heiligen Engel Diener und Boten Gottes, die „beständig das Antlitz meines Vaters sehen, der im Himmel ist“ (Mt 18,10). Sie sind „Vollstrecker seiner Befehle, seinen Worten gehorsam“ (Ps 103,20) und überragen alle sichtbaren Geschöpfe an Vollkommenheit. Sie umgeben Christus, ihren Herrn und dienen ihm insbesondere bei der Erfüllung seiner Heilssendung für die Menschen. Sie sind es auch, die „evangelisieren“ (Lk 2, 10), indem sie die frohe Botschaft der Menschwerdung (Lk 2,8–14) und der Auferstehung (Mk 16,5–7) Christi verkünden.
Unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI. hat uns eine wunderbare Betrachtung über die heiligen Engel Gottes geschenkt. Auf die Frage, was die Heiligen Engel Gottes sind, antwortet er: "Aber was ist ein Engel? Die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche lassen uns zwei Aspekte erkennen. Der Engel ist einerseits ein Geschöpf, das vor Gott steht und mit seinem ganzen Sein auf Gott ausgerichtet ist. Alle drei Namen der Erzengel enden mit dem Wort »El«, was »Gott« bedeutet. Gott ist in ihre Namen, in ihr Wesen eingeschrieben. Ihr wahres Wesen ist das Dasein vor Ihm und für Ihn. Genau daraus erklärt sich auch der zweite Aspekt, der die Engel kennzeichnet: Sie sind Boten Gottes. Sie bringen Gott zu den Menschen, sie öffnen den Himmel und öffnen so die Erde. Gerade weil sie bei Gott sind, können sie auch dem Menschen sehr nahe sein. Gott ist in der Tat jedem von uns näher als wir es uns selbst sind. Die Engel sprechen zum Menschen von dem, was sein wahres Sein ausmacht, von dem, was in seinem Leben so oft zugedeckt und begraben ist. Sie rufen ihn auf, wieder zu sich zu kommen, indem sie ihn von Gott her berühren. In diesem Sinn sollten auch wir Menschen immer wieder füreinander Engel werden – Engel, die uns von den falschen Wegen abbringen und uns immer von neuem auf Gott ausrichten. Wenn die alte Kirche die Bischöfe »Engel« ihrer Kirche nennt, will sie damit sagen: Die Bischöfe selbst müssen Männer Gottes sein, müssen ihr Leben auf Gott ausrichten. »Multum orat pro populo – Er betet viel für das Volk«, heißt es im Brevier der Kirche in bezug auf die heiligen Bischöfe. Der Bischof muß ein Beter sein, der bei Gott für die Menschen eintritt. Je mehr er das tut, um so mehr versteht er auch die Menschen, die ihm anvertraut sind, und kann für sie zu einem Engel werden – zu einem Boten Gottes, der ihnen hilft, ihr wahres Wesen, sich selbst, zu finden und die Idee zu leben, die Gott von ihnen hat."
Die Heiligen Engel sind ein besonderer Ausdruck der Liebe Gottes, denn Gott liebt uns so sehr, dass er jedem von uns einen Schutzengel zur Seite stellt, der uns auf unserem Lebensweg begleitet. Die Kirche lehrt, dass von Beginn des Lebens bis zum Tod die Engel mit ihrer Hut und mit ihrer Fürbitte das Leben eines jeden Menschen liebend umgeben. „Einem jeden der Gläubigen steht ein Engel als Beschützer und Hirte zur Seite, um ihn zum Leben zu führen“ (Basilius, Eun. 3,1). Denn Gott, so heißt es im Psalm 91, „befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. Sie tragen dich auf ihren Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“ (Ps 91, 11 f.) Die Kirche verehrt die heiligen Engel Gottes, die ihr auf ihrem irdischen Pilgerweg beistehen, insbesondere den Heiligen Erzengel Gabriel („Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen.“ Luk 1:19, 26), Heiligen Erzengel Michael („In jener Zeit tritt Michael auf, der große Engelfürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt.“ Dan 12:1, Jud 1:9, Offb. 12:7) und Heiligen Erzengel Raphael („Ich bin Rafael, einer von den sieben heiligen Engeln, die das Gebet der Heiligen emportragen und mit ihm vor die Majestät des heiligen Gottes treten“, Tob 12, 15) sowie die heiligen Schutzengel („Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen [Kindern] zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.“ Mat 18:10) und vereint sich in jeder Heilige Messe im Sanctus mit ihrem Lobgesang und bittet sie im Hochgebet des Priesters um ihren Beistand.
Damit haben wir schon hier auf Erden, an der glückseligen Gemeinschaft der in Gott vereinten Engel und Menschen Anteil. Und diese Gemeinschaft ist sehr praktisch: so pflegte Papst Johannes XIII. einen vertrauten Umgang mit seinem Schutzengel und rief ihm bei wichtigen Entscheidungen und Gesprächen um seine Hilfe an, indem er ihn zum Schutzengel seines Gesprächspartners mit der Bitte sandte, sie mögen das Gespräch nach dem Willen Gottes gut lenken. Hier dürfen wir ganz fest auf die Fürsprache der Muttergottes, der Königin der Engel vertrauen. Bitten wir sie gerade dann, wenn wir andere Menschen treffen, dass sich unsere Schutzengel begegnen mögen, um die Einheit der Herzen und des Geistes zu bewirken. Danken wir Gott für die Liebe, die er uns durch den Dienst seiner heiligen Engel erweist, danken wir unseren Schutzengel und bitten ihn mit dem Gebetchen: Engel Gottes, mein Beschützer, dir bin ich durch die Güte des himmlischen Vaters anvertraut: erleuchte, beschütze, leite und regiere mich. Amen.
Unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI. ermutigt uns:
"Liebe Brüder und Schwestern, wir würden das Evangelium um einen bedeutenden Teil verkürzen, wenn wir diese von Gott gesandten Wesen vernachlässigten, die seine Gegenwart unter uns verkündigen und eines ihrer Zeichen sind. Rufen wir sie oft an, auf daß sie uns in dem Bemühen stützen, Jesus nachzufolgen, bis zu dem Punkt, daß wir uns mit ihm identifizieren. Bitten wir sie besonders am heutigen Tag, über mich und die Mitarbeiter der Römischen Kurie zu wachen, die wir am heutigen Nachmittag wie jedes Jahr die Woche der Exerzitien beginnen werden. Maria, Königin der Engel, bitte für uns!"
St. Clemens ist ein besonderer Ort, um ums mit dem Gotteslob der heiligen Engeln zu vereinen. Denn sie sind ganz gewiss nicht nur während der Heiligen Messe sondern auch während der eucharistischen Anbetung in besonderer Weise anwesend. Unser Herr Jesus Christus ist in unserer Kirche 24 h im Allerheiligsten Altarsakrament in ganz besonderer Weise gegenwärtig. Er lädt jeden von uns ein, einfach zu Ihm zu kommen. Lassen Sie die Sorgen, den Lärm und die Probleme des Alltags einfach hinter sich und setzen Sie sich einfach vor Ihm hin. Sie werden ganz bestimmt beschenkt und verwandelt werden. Und in der Stille werden Sie Ihm begegnen. Und in Ihm die Freude und den tiefen Frieden entdecken, den nur Gott selbst zu schenken vermag.
Zugleich möchten wir Sie alle ganz herzlich zum Gebet in den Anliegen des Heiligen Vaters einladen.
Gebetsmeinung des Heiligen Vaters:
1.Evangelium und soziale Entwicklung
Allgemeine Gebetsmeinung
Für die Menschen in unterentwickelten Ländern: Die Verkündigung des Evangeliums befähige sie zu einem glaubwürdigen Einsatz für den menschlichen Fortschritt.
2. Ende der Kriege
Missionsgebetsmeinung
Für die Menschen in den Kriegsgebieten: Unsere in Liebe offenen Herzen mögen dazu beitragen, die Kämpfe und das Blutvergießen zu überwinden.
Beten wir darüber hinaus auf Einladung des Heiligen Vaters gemeinsam für die Ausgießung der Barmherzigkeit Gottes und derGeistesgaben der Heiligkeit und Stärke über der Kirche in unserem Land, in Irland und auf der ganzen Welt.
1. Exerzitien mit Pater Mathew Kakkattupilly, V.C.
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Fr. 03.09. – So. 05.09. |
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Die Ankunft Jesu |
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Fr. 10.09. – So. 12.09. |
Freude im christlichen Leben |
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Fr. 17.09. – So. 19.09. |
Sakramente und Erlösung |
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Fr. 24.09. – So. 26.09. |
Meditation über die Heiligen der Kirche |
2. Holy Hour - Lichtervigil am 4. September 2010
Das Licht unzähliger Kerzen erhellt das riesige Kirchenschiff von St. Clemens mitten im Herzen von Berlin. Die Clementiner, junge Katholiken in St. Clemens, laden zusammen mit den Vinzentinerpatres zur Holy Hour und Lichtervigil in St. Clemens ein.
Wie jeden ersten Samstag im Monat findet am Samstag, den 4. September wieder unsere Holy Hour (Heilige Stunde) mit Lichtervigil statt. Unsere Lichtervigil ist ein besonderer Gebetsabend, mit einer Heiligen Messe - wie immer um 19:30 Uhr - und einer festlichen eucharistische Lichterprozession, an die sich eine Holy Hour, eine gestaltete eucharistische Anbetung mit Liedern und Meditationen aus der heiligen Schrift anschließt.
Das vollständige Programm und weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetpräsenz. Die Jugendvigil findet jeweils am Herz-Mariensamstag, also jeden ersten Samstag im Monat, statt.
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19:30 |
Heilige Messe |
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20:30 |
eucharistische Prozession, Segen, Katechese |
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21:00 |
Holy Hour - eucharistische Anbetung mit Liedern und Gebeten |
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24:00 |
Eucharistischer Schlußsegen |
3. Tägliches Programm
Daneben läuft das täglich Programm in St. Clemens:
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tägliche Heilige Messe 13 Uhr und 19:30 Uhr
jeden Tag feiern wir zwei Heilige Messen zu auch für Berufstätige günstigen Zeiten. Die Abendmesse wird täglich, auch werktags, von unserer Musikgruppe musikalisch begleitet.
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ewige eucharistische Anbetung
In St. Clemens ist der Herr in besonderer Weise 24 h gegenwärtig. Wir möchten sie einladen, in Seine Gegenwart zu kommen und Ihn gemeinsam mit uns anzubeten, einfach da zu sein, einfach in seiner Gegenwart zu sein.
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Gelegenheit zur Beichte, zum Gespräch, zur geistlichen Begleitung von 9-24 Uhr
Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle. (Jesaja 1:18) Gottes Barmherzigkeit ist ohne Grenzen. Er möchte uns uns ganz heilen, vor allem von der Krankheit unserer Seele, die uns von Gott und Seiner Liebe trennt, der Sünde. Deshalb besteht in St. Clemens täglich von 9 - 24 Uhr die Möglichkeit, Gottes vergebende Liebe im Sakrament er Versöhnung, im geistlichen Gespräch und in der geistlichen Begleitung zu erfahren.
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Barmherzigkeitsstunde um 15 Uhr
In der Todesstunde Jesu, um 15 Uhr kommen wir täglich mit unseren Patres zusammen, um die Gnadenstunde der Barmherzigkeit gemeinsam vor dem Herrn zu verbringen und für den Heiligen Vater, unseren Erzbischof, unser Bistum und unsere Stadt Berlin zu beten.
Wir wünschen Ihnen allen von Herzen Gottes reichen Segen!
Herzlich Ihr
Förderverein der St. Clemens-Kirche Berlin e.V.
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