Pressemitteilung



Hintergrundinformationen

 

St. Clemens Berlin

 

          Berlins Kirche im Aufbruch / „Das Wunder von Prenzlauer Berg“

Während immer mehr Kirche geschlossen, verkauft und abgerissen werden, erlebt Berlins Diaspora-Kirche einen neuen Frühling. Vor allem junge Menschen sind auf der Suche nach Gott und entdecken die den christlichen Glauben für sich. In Berlins Szeneviertel Prenzlauer Berg entwickelt sich eine „Neue Frömmigkeit“, das bereits als „Wunder vom Prenzlauer Berg“  beschrieben worden ist (BZ, FAZ v. 16.12. 2007, S. 59). Viele Kirchen, vor allem in Prenzlauer Berg, sind wieder voll. Die Gemeinde Herz-Jesu kommt auf 450 Gottesdienstbesucher am Sonntag. Die Kirchenbänke reichen nicht aus, es werden extra Stühle zur Verfügung gestellt. Die Zahl der Taufen steigt.

Auch Studien bestätigen, dass Deutschland viel gläubiger ist, als viele bisher dachten. Der Mensch ist von Natur aus religiös, auf der stetigen Suche nach Gott. Die bestätigt eine aktuelle Umfrage der Bertelsmann Stiftung: „In der deutschen Bevölkerung sind Glauben und Religiosität noch weit stärker verbreitet, als dies zumeist vermutet wird. … Jeder fünfte Bundesbürger ist ein hochreligiöser Mensch“

Der Wandel von der „Volkskirche“ zur „Entscheidungskirche, „von einer in Traditionen verwurzelten Kirche zu einer Kirche von Menschen, die sich wirklich zu ihr bekennen." (Kardinal Schönborn, Kath.net) richtet den Blick zunächst auf die strukturellen Umbrüche: Kirchenschließungen, Zusammenlegungen von Gemeinden, Finanzknappheit. Aber diese oberflächliche Perspektive verdeckt oft den Blick auf die bereits aufkeimende Saat, die an vielen Orten aufgeht: eine junge, aktive, bekennende und betende Kirche. Ein aktiv gelebter Glaube mit hoher Alltagsrelevanz. Die Eröffnung von St. Clemens ist ein Beispiel, das Mut macht.

FAZ v. 16.12. 2007, S. 59

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten_84470.htm

http://www.kath.net

                                                                    Zivilengagement und Bürgersinn

St. Clemens ist ein Beispiel neuen Zivilengagements und Bürgersinns. Das Engagement der Bürger wächst – als Gegenbewegung zur Individualisierung in der Arbeits- und Konsumwelt. Die Zahl der Stiftungen, auch vieler Bürgerstiftungen, nimmt seit Jahren stetig zu. In Zeiten des Wandels erkenne nicht nur immer mehr Bürger, was ihnen wichtig ist, sonder treten auch aktiv dafür ein.

Die Sicherheit und die Dienste, welche die Kirche den Gläubigen durch ihr Seelsorgeangebot zur Verfügung stellt, von der Erhaltung der Gebäude über die Verwaltung bis hin zur Seelsorge durch Priester, Ordensleute und engagierte Laien, lassen vieles als selbstverständlich erscheinen. Den Wert der Dinge erkennt man erst bei ihrem Verlust, wenn etwa – wie im Fall von St. Clemens –  eine Kirche verkauft worden ist.

Es setzt ein Umdenken ein. In Zukunft wird man nicht mehr alle Leistungen der Kirche als Selbstverständlichkeit in Anspruch nehmen können. Es geht daher darum, „dass man nicht nur ein Gelegenheitskonsument sein darf, wenn man ein akutes Bedürfnis hat, sondern ein Mittragender sein muss". (Kardinal Schönborn, Kath.net)

                                                                       Kirchenpatenschaftsprogramm

St. Clemens ist hierfür ein Beispiel. Ein Förderverein und eine in Gründung befindliche Stiftung sollen den Erhalt der Kirche auf Dauer sicherstellen. Mit einem Kirchenpatenschaftsprogramm kann jeder Pate „seiner“ Kirche werden.

                      Großstadtoratorium als Form moderner Großstadtpastoral

Die Unterschiede könnten kaum größer sein: während viele Fitnesscenter mittlerweile 24 h geöffnet sind und man seinen kleinen oder großen Hunger zu jeder Tages- und Nachtzeit stillen kann, ist es um die Bedingungen zur Erhaltung der seelischen Fitness oft schlecht bestellt.

Wer einen „Hunger nach Gott“ stillen und in einer Kirche einkehren und der Hektik des Alltags entfliehen möchte, steht oft vor verschlossenen Türen: Berlins Kirchen sind ganz überwiegend verschlossen und werden nur zu den Gottesdiensten geöffnet. Die Pfarrer sind mit der Betreuung ihrer riesigen Pfarrgebiete ausgelastet, der Zugang zu Geistlichen ist oft nicht einfach.

Hinzu kommt ein Wandel der Arbeitskultur, der vor allem die junge, aktive Generation betrifft: Wer heute berufstätig ist, kommt oft vor 18 oder sogar 20 Uhr nicht aus dem Büro. Die Zeiten, in denen man um 16 Uhr Feierabend hatte, sind vorbei. Wer in der Woche dennoch einen Gottesdienst besuchen, sich mit Freuden zum „prayer meeting“ oder zum Lobpreis treffen will, muss jonglieren und steht oft vor verschlossener Tür.

Neue Formen der Großstadtseelsorge sind gefragt. St. Clemens bietet daher einen Ort, der jeden Tag, von 9 bis 24 Uhr geöffnet ist und auch um 19:30 einen Gottesdienst anbietet. Die Priester stehen nahezu „rund um die Uhr“ zur Verfügung und sind für die Menschen da.   Es wird ein umfangreiches Seelsorgeangebot zur Verfügung gestellt: in einem täglichen Programm lädt ein Wechsel von zwei täglichen heiligen Messen, täglicher eucharistischer Anbetung (8 Stunden), ganztägiger Beichtgelegenheit, gemeinsamen Lobpreis und Gebet sowie eine tägliche Wortverkündigung zu einer Erneuerung und Vertiefung des Glaubenslebens im Alltag ein. Die Patres des Vinzentinerordens stehen täglich von 9 bis 24 Uhr zur Beichte, zum counselling und zur geistigen Begleitung zur Verfügung. Daneben bietet ein regelmäßiges Exerzitienprogramm an den Wochenenden eine intensive Glaubensvertiefung und die dringend notwendige Katechese zu verschiedenen Aspekten des Glaubens.

                       Papst Benedikt XVI.: Schafft Orte der Begegnung mit Gott

http://www.st-clemens-berlin.de/benedikt.html

Am 22. September 2007 rief Papst Benedikt XVI. auf einem gemeinsamen Kongress in Rom die neu berufenen Bischöfe aus aller Welt dazu auf, in den Städten Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zu schaffen:

„Die Städte, in denen ihr lebt und wirkt, sind oft hektisch und laut, die Menschen laufen und verlieren sich, man lebt, als ob es Gott nicht gäbe. Gerade dort sollt ihr Orte und Gelegenheiten zum Gebet schaffen, an denen der Mensch Gott treffen kann. Besonders möchte ich euch dazu ermuntern, aus der Kathedrale ein vorbildliches Haus des Gebetes zu machen, vor allem des liturgischen Gebetes. Seid Männer des Gebets!“

Damit hat Papst Benedikt XVI. ein Anliegen zum Ausdruck gebracht und bestätigt, das zugleich die gesamte Tätigkeit und das Anliegen des Fördervereins der St. Clemens-Kirche Berlin beschreibt: im Herzen der hektischen und weitgehend säkularen Millionenmetropole Berlin einen Ort des Gebets und der Begegnung mit Gott zu schaffen.

Denn Berlin braucht dringend solche Orte. Durch Verkauf und Abriss verschwinden in erschreckendem Tempo Kirchen aus dem Stadtbild und dem gesellschaftlichen Leben der Hauptstadt und der Diaspora-Kirche Berlin. Die verbliebenen Kirchen sind ganz überwiegend außerhalb der Gottesdienste verschlossen und werden grundsätzlich nur zur Heiligen Messe geöffnet, um sodann wieder abgeschlossen zu werden. Es besteht ein neuer dringender Bedarf nach Orten des Gebets als Oasen des Glaubens in einer weitgehend säkularen Stadt. Um dieses Ziel Wierklichkeit werden zu lassen,  haben sich Berliner Katholiken mit Unterstützung ihres Bischofs zu einem Verein zusammengeschlossen.

Der Aufruf des Papstes erging im Rahmen eines Kongresses, zu dem der Heilige Stuhl jährlich die neu ins Amt berufenen Bischöfe einlädt. In diesem Jahr haben knapp 100 neu ernannte Bischöfe aus der ganzen Welt teilgenommen, aus Deutschland die Bischöfe Gregor Hanke aus Eichstätt, Konrad Zdarsa aus Görlitz, Weihbischof Reinhard Pappenberger aus Regensburg, aus der Schweiz die neuen Bischöfe von St. Gallen und Chur, Markus Büchel und Vitus Huonder sowie aus Österreich Weihbischof Anton Leichtfried aus St. Pölten. Papst Benedikt XVI. legte den versammelten Bischöfe in besonderer Weise ans Herz, sich verstärkt dem Gebet zu widmen und sich nicht durch ihre vielfältigen Verpflichtungen von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken zu lassen.

„Heutzutage sind, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, die organisatorischen Aufgaben im Bischofsamt ausfüllend, die Verpflichtungen vielfältig und die Anforderungen zahlreich. Doch die erste Stelle im Leben eines Nachfolgers der Apostel muss Gott vorbehalten sein. … Gerade so helfen wir auch unseren Gläubigen“.

Nur ein Bischof, der in der Kontemplation verwurzelt sei, könne die Bedürfnisse der anderen annehmen und sie zu seinen eigenen machen. Die Bischöfe sind daher in besonderer Weise dazu aufgerufen, auch ihren Gläubigen Orte des Gebetes und der Begegnung mit Gott zur Verfügung zu stellen.

                      Initiative des Vatikans zur Förderung der eucharistischen Anbetung

http://www.st-clemens-berlin.de/initiative.html

Kongregation für den Klerus ruft zur Schaffung besonderer Oratorien kontinuierlicher Anbetung auf

Im Dezember 2007 hat die päpstliche Kongregation für den Klerus eine weltweite Initiative zur geistigen Erneuerung des Klerus und zur Förderung von Priesterberufungen ins Leben gerufen: Auf der ganzen Welt soll insbesondere die eucharistische Anbetung und der Sinn der „geistigen Mutterschaft“ für die Heiligkeit der Seelsorger wiederbelebt und gestärkt werden. Cláudio Kardinal Hummes und Erzbischof Mauro Piacenza, Präfekt und Sekretär der Kongregation, haben die Initiative in einem gemeinsamen Schreiben vom 8. Dezember, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, vorgestellt. Darin rufen sie auf,„mithilfe der ewigen Anbetung eine ununterbrochene Gebetskette [zu] schaffen“ und „die Bildung regelrechter Zönakel zu fördern, in denen Kleriker, Ordensleute und Laien sich im Geiste wahrer Gemeinschaft, aufrichtiger Wiedergutmachung und Läuterung, miteinander vereint dem Gebet in Form einer kontinuierlichen eucharistischen Anbetung widmen.“

Auch Papst Benedikt XVI. hat in seinem apostolischen Schreiben Sacramentum Caritatis die gesamte Kirche zur besonderen Förderung der eucharistischen Anbetung von Jesus im Allerheiligsten Altarsakrament aufgerufen und empfohlen, dass  "vor allem in den bevölkerungsreicheren Gebieten Kirchen oder Oratorien bestimmt und eigens für die ewige Anbetung bereitgestellt werden." St. Clemens ist ein solcher Ort, wo Priester, Ordensleute und Gläubige in Gemeinschaft zur täglichen eucharistischen Anbetung zusammenkommen können. Die bis Mitternacht geöffnete Kirche macht es möglich, dass die Menschen in der hektischen Millionenstadt Berlin auch nach ihrer Arbeit jederzeit die Möglichkeit haben, zum Gebet, zur Wortverkündigung und zur Anbetung in St. Clemens einzukehren. Papst Benedikt XVI. hat in seinem Appell an die gesamte Kirche dieses sehr wichtige Anliegen näher ausgeführt:

"Gemeinsam mit der Synodenversammlung empfehle ich darum den Hirten der Kirche und dem Gottesvolk von Herzen die eucharistische Anbetung, sei es allein oder in Gemeinschaft.

In diesem Zusammenhang wird eine angemessene Katechese von großem Nutzen sein, in der den Gläubigen die Bedeutung dieser Kulthandlung insofern erklärt wird, als sie eine tiefere, fruchtbringendere und lebendigere Teilnahme an der Feier der Liturgie ermöglicht.

Ebenso sollten je nach den örtlichen Gegebenheiten vor allem in den bevölkerungsreicheren Gebieten Kirchen oder Oratorien bestimmt und eigens für die ewige Anbetung bereitgestellt werden.

Außerdem empfehle ich, den Kindern im katechistischen Unterricht und besonders in den Vorbereitungskursen zur Erstkommunion den Sinn und die Schönheit des Verweilens bei Jesus nahezubringen und das Staunen angesichts seiner Gegenwart in der Eucharistie zu pflegen.

Ich möchte hier allen Instituten gottgeweihten Lebens, deren Mitglieder einen bedeutenden Teil ihrer Zeit der eucharistischen Anbetung widmen, meine Bewunderung und Unterstützung zum Ausdruck bringen. Auf diese Weise bieten sie allen das Beispiel von Menschen, die sich von der wirklichen Gegenwart des Herrn formen lassen. Ebenso möchte ich die Vereinigungen von Gläubigen wie auch die Bruderschaften ermutigen, die diese Praxis als ihre besondere Verpflichtung übernommen haben; sie werden so zum Ferment der Betrachtung für die ganze Kirche und zum Hinweis auf die Zentralität Christi für das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaften.

68. Die persönliche Beziehung, die der Einzelne mit dem in der Eucharistie gegenwärtigen Jesus herstellt, verweist ihn immer auf das Ganze der kirchlichen Gemeinschaft, indem sie in ihm das Bewußtsein seiner Zugehörigkeit zum Leib Christi nährt. Darum lade ich nicht nur die einzelnen Gläubigen ein, persönlich die Zeit zu finden, im Gebet vor dem Altarssakrament zu verweilen, sondern halte es für meine Pflicht, auch die Pfarreien und andere kirchliche Gruppierungen zu ersuchen, Momente gemeinschaftlicher Anbetung einzurichten.“

Papst Benedikt XVI.

Nachsynodales Apostolisches Schreiben Sacramentum Caritatis, 67-68

 

              Clemens August Kardinal von Galen, der „Löwe von Münster“

Clemens August Kardinal von Galen, hat die St. Clemens Kirche 1910 aus privaten Mitteln seines Erbteils zusammen mit dem Kolping-Hospiz erbaut. Er wurde am 9. Oktober 2005 von Papst Benedikt XVI. selig gesprochen und  gehörte als "Löwe von Münster" zu den führenden Figuren des christlichen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus.

http://www.st-clemens-berlin.de/kardinal/index.htm

                                      St. Clemens-Kirche (Geschichte und Architektur)

Die St. Clemens-Kirche ist ein geschichtsträchtiger Ort. Als Teil des ehemaligen Kolping-Hospizes 1910 vom späteren Bischof von Münster, dem 2005 von Papst Benedikt XVI. selig gesprochenen Clemens August Kardinal von Galen, aus den privaten Mitteln seines Erbteils erbaut, ist sie eine typische Berliner Diaspora-Kirche. Einer der ersten Wirkungsorte des "Löwen von Münster", des Bischofs von Galen, erste offizielle Niederlassung der Jesuiten in Berlin, Lagerhalle für Nazi-Raubgut, Heimat der katholischen Diasporagemeinde in Berlin-Kreuzberg, Dornröschenschlaf und schließlich Ort des neuen Glaubensaufbruchs in Berlin am Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Mauern der eigentlich recht jungen Kirche haben schon viel erlebt.

http://www.st-clemens-berlin.de/kirche/index.htm

http://www.st-clemens-berlin.de/geschichte/index.htm

Geplantes tägliches Seelsorgeangebot

 

Offene Kirche

9-24 Uhr
365 Tage im Jahr

Heilige Messe

 

13:00  Uhr

19:30 Uhr

Eucharistische

Anbetung

15 – 24 Uhr

Beichtgelegenheit

Geistliche Begleitung

Gesprächsangebot

  9 – 24 Uhr

Gebet für Kranke

ca. 20:30
(nach der heiligen Messe)

Geistige Exerzitien

(Einkehrtage)

jedes Wochenende

 

Anfahrt:

Stresemannstr. 66, 10963 Berlin

(gegenüber vom Tempodrom,

S-Bhf. Anhalter Bhf. oder S+U-Bhf. Potsdamer Platz)