Der Förderverein

Unser als gemeinnützig anerkannter Förderverein wurde 2007 von engagierten Katholiken aller Altersgruppen in der Diaspora-Kirche in Berlin gegründet, um die historische, mitten im Herzen Berlins gelegene St. Clemens-Kirche als Exerzitienzentrum und Ort der Wortverkündigung, des Gottesdienstes und des Gebets zu erhalten. Er wird vom Erzbischof von Berlin, Kardinal Georg Sterzinsky, in seinem Anliegen tatkräftig unterstützt. Der Verein ist aus der Not der leidenden Kirche in Berlin geboren.

Berliner Kirche in Not

Das Erzbistum liegt in einem der am wenigsten evangelisierten Regionen Deutschlands. Christen sind in Berlin und Brandenburg eine deutliche Minderheit. Das Erzbistum ist hoch verschuldet. In den letzten Jahren sind viele Kirchen geschlossen und Pfarreien zusammengelegt worden. Einige Kirchen wie St. Raphael, St. Johannes-Capistran und das ehemalige Franziskanerkloster wurden bereits abgerissen. Das Seelsorgeangebot ist stark ausgedünnt. Berlins Kirchen sind aus Angst vor Vandalismus ganz überwiegend geschlossen und werden nur zur heiligen Messe geöffnet. Es fehlen Orte des Gebets und der Begegnung mit Gott. Durch Umnutzung und Abriss verschwinden Kirchen mehr und mehr aus dem Stadtbild. Die Größe der Stadt und die Ausdünnung der Pfarreien erschweren den Zugang zu den Sakramenten, insbesondere im Alltag.

Der Bedarf an Orten der Begegnung mit Gott ist indes groß. Berlin ist die jüngste Großstadt Deutschlands und hat gerade für junge Menschen eine ungebremste Magnetwirkung. Viele sind auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens, gelangen aber auf Abwege. Das gesellschaftliche Leben in der Stadt wird dominiert von weitgehend atheistischen Wertvorstellungen. Die Kirche dagegen ist in der Öffentlichkeit und im Stadtbild kaum präsent und zieht sich immer weiter zurück. Gleichzeitig ist gerade unter den jungen Katholiken in Berlin eine Aufbruchstimmung zu verspüren. Viele kehren zurück zu Gott.

Der Verein möchte dazu beitragen, die deutlichen Lücken in der Seelsorge der Hauptstadt zu schließen und durch ein Exerzitienzentrum einen lebendigen Ort der Begegnung mit Gott schaffen, der rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr der Kirche  in der Berliner Diaspora und allen, die Gott suchen, offensteht. Dabei möchten wir an das bewährte Konzept des Vinzentinerordens anknüpfen, der in St. Clemens bereits ein durchgehend geöffnetes Exerzitienzentrum aufgebaut hatte. Mit dem Verlauf von St. Clemens musste dieses Zentrum in weiter entfernte Stadtteile umziehen und ist für viele nur noch schwer erreichbar. Die Mitte der Stadt lag brach.

Vision und Konzept

Durch den Aufbau eines Exerzitienzentrums in St. Clemens soll die Brache im Herzen Berlins wieder mit Leben erfüllt werden. Wir möchten das in St. Clemens bereits vor ihrem Verkauf angebotene Seelsorgeprogramm wieder aufnehmen und erheblich ausbauen. St. Clemens soll ein Ort der Begegnung mit Gott in den Sakramenten werden, der von morgens bis Mitternacht an 365 Tagen im Jahr den Menschen offensteht. In einem täglichen Programm lädt ein Wechsel von zwei täglichen heiligen Messen, täglicher eucharistischer Anbetung, ganztägiger Beichtgelegenheit, gemeinsamen Lobpreis und Gebet sowie eine tägliche Wortverkündigung zu einer Erneuerung und Vertiefung des Glaubenslebens im Alltag ein. St. Clemens wird so zur Oase des Glaubens im Alltag, in der man zu jeder Stunde einkehren und Kraft schöpfen kann, um gestärkt in das Arbeitsleben zurückzukehren.

Daneben bietet das Exerzitienprogramm an den Wochenenden eine intensive Glaubensvertiefung und dringend notendige Katechese zu verschiedenen Aspekten unseres Glaubens. Regelmäßig stattfindende besondere Gebetsabende, zu der Katholiken aus ganz Berlin und aus anderen Gemeinschaften zusammenkommen, lassen die Gemeinschaft der lebendigen Kirche erfahrbar werden und geben Stärkung und Kraft. Junge Katholiken können in einer Holy Hour, einer heiligen Stunde der eucharistischen Anbetung, mit Fürbittgebet und Liedern, im gemeinschaftlichen Gebet  und der Liebe zum eucharistischen Herrn wachsen.

 

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